Im März 2019 wurde unserer Schule das Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen – doch was bedeutet das eigentlich genau? 
„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR – SMC) ist ein bundesweites Netzwerk, dem knapp 3000 Schulen aus ganz Deutschland angehören, deren Schülerinnen und Schüler sich aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art einsetzen. Der Leitsatz des Netzwerks lautet:

„Die Diskriminierung von Menschen wegen ihres Glaubens, des Geschlechts und der sexuellen Orientierung, der Hautfarbe und Herkunft, der Behinderung, der Schulart, der Nationalität und was auch immer, lehnen wir ab.“

In diesem Leitsatz fand sich unsere Schülervertretung (SV) wieder und beschloss, sich diesem Netzwerk anzuschließen. Hierfür mussten mindestens 70% aller an der Schule Mitwirkenden (Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) durch eine Unterschrift bekräftigen, dass auch sie sich gegen jegliche Form der Diskriminierung einsetzen wollen. Mit knapp 90% Zustimmung erfüllte unsere Schulgemeinschaft diese Vorgabe deutlich. Mit der Verleihung des Siegels sind wir die Verpflichtung eingegangen, mindestens einmal im Jahr eine Aktion gegen Rassismus und Diskriminierung an der Schule durchzuführen. Da wir uns bereits vor dem Erhalt des Siegels in diesem Bereich engagiert haben, z.B. durch Projekttage, der Mitgestaltung der Verlegungszeremonie von Stolpersteinen zur Erinnerung an ehemalige Klever Juden oder einem Austauschprogramm mit Israel, nehmen wir diese Aufgabe gerne an.

Den Beginn im Schuljahr 2019-2020 bildete der Ausflug aller Klassensprecherinnen und Klassensprecher nach Dortmund zum BVB-Lernzentrum, wo diese das Trainingsmodul „Über Rechtsaußen – Umgang mit Rassismus & Rechtsextremismus“ durchliefen und nun als Multiplikatoren das erworbene Wissen an ihre Klassen weitergeben sollen.
Im November 2019 waren 20 junge Menschen aus Israel in Kleve zu Gast, die gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der JBG musizierten und sich über die jeweiligen Länder und Kulturen ausgetauscht haben.
Im Dezember 2019 war in unserer Aula an der Ackerstraße die interaktive Wanderausstellung „Was glaubst du denn?“ über den Lebensalltag junger Muslime und Muslimas zu sehen, die von vielen Klassen besucht wurde.
Am 27. Januar 2020 fand eine Holocaust-Gedenkfeier mit Bürgermeisterin Sonja Northing, weiteren Vertretern der Klever Politik, Kirchen und Schulen und Zeitzeugin Eva Weyl in der Aula an der Ackerstraße statt. Vorbereitet wurde die Gedenkfeier von Schülerinnen und Schülern unserer Oberstufe und musikalisch mitgestaltet von unserem Schulchor unter der Leitung von Marion Veenman. „We, the 6 million“ war eine dazu passende Ausstellung in der Aula zu den Lebenswegen der Opfer der Shoa aus dem westlichen Rheinland, die ebenfalls von vielen Klassen besucht wurde.

Neben diesen besonderen Projekten und Aktionen, wollen wir uns auch im normalen Schulalltag gegen jegliche Form der Diskriminierung einsetzen, so dass sich jede Schülerin und jeder Schüler an unserer Schule wohl und sicher fühlen kann.